Naturschutzgebiet Grube Cox
Kreis will schärfer durchgreifen

Wer sich an der Grube Cox über den Naturschutz hinwegsetzt, dem droht künftig ein Bußgeld.

Wochenlang trüber Himmel und Temperaturen, die eher zum Vorfrühling als zum Sommer gehören - kein Wunder, dass die Menschen im Kreis jede Sonnenstunde nutzen und an die Badegewässer strömen, sobald es ein wenig warmer wird. Dafür hat auch die Kreisverwaltung Verständnis, weist allerdings darauf hin, dass der Naturschutz schwerer wiegen muss als das Erholungsbedürfnis des Einzelnen.

Das gilt laut Kreisverwaltung unter anderem für die Grube Cox die sich zu einem beliebten Ziel für Sonnen- und Badefreunde entwickelt hat. Doch die ehemalige Dolomitgrube ist ein unter Schutz stehendes, sehr wertvolles, Stück Natur und kein Badesee. In den Sommermonaten jedoch wird der Lebensraum von Pflanzen und Tieren im Bereich der Grube erheblich beeinträchtigt: Bis zu 250 Menschen tummeln sich dort an heißen Tagen, nutzen den geschätzten Bereich als Badegewässer, Liegewiese, Grillplatz, Mountainbike-Parcours und, Paddelsee. Von Ruhe für die Natur kann keine Rede mehr sein; bis in die Nacht hinein wird an der Grube Cox gegrillt und gebadet - Ringelnatter und  Wildbienen, nur zwei der dort lebenden geschützten Arten, werden massiv gestört.
Bislang hatte die Kreisverwaltung an die Einsicht und den guten Willen der Bürger appelliert, Mitarbeiter des Kreises patroullierten an schönen Tagen in der Grube und baten die dort angetroffenen Badegäste, die Schutzzonen zu respektieren.

Dieses Vorgehen hatte indessen nicht den gewünschten Erfolg, nun soll schärfer durchgegriffen werden: Erfahrungsgemäß sind es immer wieder dieselben Personen die sich über den Naturschutz in der Grube Cox hinwegsetzen. Werden sie wiederholt trotz Platzverweis und Information abseits der freigegebenen Wege angetroffen, leitet der Kreis künftig ein Bußgeldverfahren ein. Je nach Art der Ruhestörung kann das teuer werden, zwischen 25 und 5000 Euro können verhängt werden.

Der Rheinisch-Bergische Kreis bittet die Bürger noch einmal, zur Vermeidung derartiger Konflikte, die Grube Cox nur auf den freigegebenen Wegen am westlichen und nördlichen Rand des Sohlenbereiches zu betreten. (jer)

Weitere Informationen:

www.rbk-online.de, Menüpunkt Bürgerservice

 

 

(Kölner Stadtanzeiger, 29.Juli 2002)


Erhaltung des Naturschutzes in der Grube Cox

Zu diesem Thema haben wir in der letzten Vorstandssitzung ein längeres Gespräch mit Herrn Opladen, zuständiges Kreistagsmitglied der CDU für diesen Bereich, geführt.

Das wichtigste Ergebnis war nach unserer Meinung:

Wir wollen gemeinsam das Naturschutzgebiet unbedingt erhalten.

Wir haben eine Reihe von Maßnahmen erörtert, um dieses Ziel zu erreichen. Die perfekte Lösung gibt es aus mancherlei Gründen fraglos nicht. Dennoch glauben wir, dass es bei einiger Anstrengung und einigem guten Willen aller Seiten möglich sein muss, dieses im Sinne der Erhaltung unserer Umwelt wichtige Ziel zu erreichen.

Wir haben uns gegenseitig zugesichert, uns von Zeit zu Zeit wieder zu treffen, um weitere notwendige Maßnahmen anzusprechen und Lösungen zu suchen.

(24.Juli 2002)