Wohnhausbrand am Neuborner Weiher

Ein Großbrand "Am Neuborner Weiher" versetzt am Sonntag, 22.06.2003 ganz Lückerath in helle Aufregung.
Flammen schlugen aus dem Anbau der Doppelhaushälfte und die gesamte Straße stand voller Lösch- und Rettungsfahrzeuge.




ein Video (1,4 MB) zum Geschehen

  


Wohnung völlig ausgebrannt

Bei einem Brand wurde gestern die Wohnung einer Familie in Lückerath komplett zerstört.

Bergisch Gladbach - Am Sonntagmittag brannte der Anbau einer Doppelhaushälfte in Lückerath aus. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen des Feuers auf den Rest des Gebäudes verhindern, nach einer Stunde brachte sie das Feuer unter Kontrolle. Um 12 Uhr war Nachbarn in der Straße Am Neuborner Weiher Brandgeruch aufgefallen. „Dann rief mein Mann: Hol' die Feuerwehr, und da schlugen die Flammen auch schon aus dem Dachstuhl.“ erzählt Nachbarin Karla Weltken. Die Feuerwehr rückte mit den Löschzügen der Bergisch Gladbacher und Bensberger Wachen sowie dem Zug aus Refrath an. „Sorge machte uns vor allem eine Gastherme im Obergeschoss, die mit Flüssiggas gespeist wurde“, erläuterte Einsatzleiter Bettenbrock von der Bergisch Gladbacher Feuerwehr den Großeinsatz. „Zudem kamen wir nicht ins Dachgeschoss hinein, weil die Treppe eingestürzt war.“ Von einer Drehleiter aus setzte die Feuerwehr das Dach der angrenzende Doppelhaushälfte unter Wasser und konnte so verhindern, dass der Brand übergriff. Die Bewohner der Zimmer - eine Familie mit zwei Kindern - waren bei Ausbruch des Brandes unterwegs: „Da rief mich mein Schwager an und erzählte mir, dass bei uns die Hütte brennt. Aber die Feuerwehr sei schon da“, berichtete der geschockte Familienvater. Zur Brandursache kann er nur Vermutungen anstellen: „Ich kann mir nur vorstellen, dass da ein Ventilator im Dachgeschoss noch an war. Aber das Allerwichtigste ist, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Alles andere kann man ersetzen.“ Auch die Feuerwehr konnte sich zunächst noch nicht zur Brandursache äußern. (fu)

(Kölner Stadtanzeiger, 23.06.2003)


Dach stand lichterloh in Flammen

Von GUIDO WAGNER

Zum Glück wird niemand verletzt: Die Bewohner des brennenden Gebäudes - eine vierköpfige Familie - sind nicht zu Hause, die Nachbarn der angrenzenden Gebäudeteile haben sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Von der Drehleiter aus bekämpfen die Wehrleute das Feuer, das immer wieder hell auflodert. Der Grund: Auf dem Dachboden lagern Kisten vor allem mit Textilien. Mit einigen Dutzend Einsatzkräften, einem B- und vier C-Rohren gehen die Löschzüge der hauptamtlichen Feuerwachen in Gladbach und Bensberg sowie die ehrenamtlichen Löschzüge Bensberg, Refrath und Stadtmitte gegen die Flammen vor. „Die Löscharbeiten werden erschwert, weil die Treppe nicht mehr begehbar ist“, erklärt Bergisch Gladbachs Vize-Wehrchef Thomas Mittermüller. Über Steckleitern versuchen seine Kollegen daher unter Atemschutz, von außen die Dachpfannen abzudecken, um so die Glutnester im Inneren ablöschen zu können. Besondere Vorsicht ist angesagt, weil unter dem Dach eine Gastherme installiert ist.

Fassunglos verfolgt der heimgekehrte Hausherr den Einsatz. Was seiner Meinung nach Brandursache gewesen sein könnte? „Ich habe einen ganz blöde Vermutung: Der Ventilator im Zimmer oben lief, als wir um halb zwölf weggegangen sind.“

Nach etwa einer Stunde haben die Brandbekämpfer unter Einsatzleitung von Carsten Kroll das Feuer unter Kontrolle. Der Lückerather Weg ist rund um die Einsatzstelle mehrere Stunden gesperrt.

Das total ausgebrannte Haus ist ebenso unbewohnbar, wie ein verrauchtes Nachbargebäude - die Bewohner kommen allerdings bei Verwandten unter.

Noch gestern Nachmittag nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf.

(Bergische Landeszeitung, 23.06.2003)